Blumen entsorgen

Kater am 25. Februar 2007 um 22:27

Ich muss mal ein wenig aufräumen. Ich habe einfach zu viele Zimmerpflanzen. Wenn ich Besuch habe, bitte ich schon darum, keine grüne Kleidung zu tragen. Es ist schon vorgekommen, daß ich mit dem Ficcus eine hitzige Diskussion über die große Koalition führte, weil ich Lars in der Richtung vermutete. Die blätter wiegten sich auch immer im lauen Abendwind, daß ich vermutete Lars stimmt mir einfach wortlos zu. Obwohl er mir noch nie wortlos zugestimmt hat: Also weder Lars noch der Ficcus. Irgendwann kam aus einer ganz anderen Ecke des Zimmers nur ein Ich glaube ich muss jetzt gehen. Er drückte mir nur noch die Nummer der anonymen Alkoholiker in die Hand und ging. Da halfen auch alle Erklärungsversuche nichts.

Das Texas Joghurt Massaker

Kater am 25. Februar 2007 um 22:26

Ich nehme also eben meinen Frühstücksjoghurt aus dem Kühlschrank. Komischerweise ziehe ich den dahinter Stehenden mit heraus, der dann natürlich auch noch so stufenweise jede Kühlschranketage mitnimmt und mit einem vorwurfsvollen Platsch zu Boden fällt. Naturgemäß nicht, ohne deutlich sichtbare Spuren zu hinterlassen. Starre gefühlte 2 Minuten auf den Joghurt hinab. Gedanken gehen mir durch den Kopf. Warum hat er das gemacht. Hatte er über Nacht ein Techtelmechtel mit dem von mir favorisierten Joghurt angefangen? Und nun auf die gute Romeo & Julia Weise aus dem ansonsten doch so schönen Joghurtleben scheiden. Die beiden gehören nämlich auch zu verfeindeten Familien. Der Schwarzkirsche-Brückenspringjoghurt zu den Gut-und-günstig-Capulets, in meiner Hand noch Pfirsich-Maracuja-Bauer-Montague. Pater Lorenzo ist in diesem Fall wahrscheinlich eine Büchse abgelaufene Frühstückssülze. Weil Geistliche doch oft zum sülzen neigen. Und ich denke darüber nach, was Shakespeare dazu veranlasst hat. Romeo und Julia zu schreiben. Da studiert man jahrelang literaturwissenschaft um im nachhinein festzustellen, dass alle großen dichter und denker wahrscheinlich diverse fehden unter gebrauchs- und einrichtungsgegenständen zum anlass genommen haben, um ihre nun historisch gewordenen dramen zu verfassen? warum hat goethe den faust wirklich faust genannt? hatte büchner lediglich zu viele erbsen in seinem küchenschrank, bevor er den woyzcek geschrieben hat?

Flaschen sammeln

Kater am 25. Februar 2007 um 22:26

Dank dem Pfandsystem haben viele Menschen eine neue Bestimmung gefunden. Sie sammeln. Und das nimmt teilweise beängstigende Formen an. In der Straßenbahn ist neulich jemand an einer Haltestelle rausgehüpft, hat einen 50 m Sprint hingelegt der ein wenig wie ein Hindernislauf aussah und hat es tatsächlich geschafft wieder in die Bahn zu springen. Allerdings um 4 Flaschen reicher. Die hat er dann in einer mitgebrachten Tüte verstaut, nicht ohne sich dabei applausheischend in der Bahn umzuschauen. Ich war schon beeindruckt. Wollte es ihm aber nicht zeigen. Das Spiel machte er noch zweimal. Ein alter Mann lobte ihn. Die beiden kamen ins Gespräch. Der Flaschensammler war mal Leistungssportler. Aber mit Flaschensammeln kann man echt mehr verdienen als durch Sponsorengelder. Hätte ich nicht gedacht. Die beiden hatten sich so richtig schön festgequatscht. Ich erfuhr sogar, wo seine Trainingsstätte ist. Vor Atzes Trinkhalle. Und ich wusste daß er nächste Haltestelle raus musste. Ich beschloss das Spiel etwas interessant zu gestalten. Kurz vor der Haltestelle holte ich eine Flasche Mineralwasser aus meinem Rucksack, die ich mit einem lauten Zischen öffnete. Seine Ohren richteten sich auf. Er drehte langsam den Kopf. Ich prostete ihm zu und nahm einen kräftigen Schluck aus der Flasche. Dann sagte ich noch

Sperrmüll

Kater am 25. Februar 2007 um 22:26

Sobald jemand etwas für den Sperrmüll rausstellt, fällt allen anderen ganz plötzlich ein, daß sie auch noch was haben, daß sie schon seit Jahren loswerden wollen. Ist fast wie ein Gruppenzwang.

Du Müllers haben ihr Bett zu Sperrmüll rausgestellt. Da müssen wir Gegenhalten.

Aber wir haben doch nur das eine Bett. Und das ist noch neu.

Egal, die Schande können wir nicht auf uns sitzen lassen.

Beim Frisör

Kater am 20. Februar 2007 um 21:32

Eine Sache die ich so gar nicht gern mache, ist zum Friseur zu gehen. Erstens, weil er sich jetzt Frisör schreibt und zweitens, weil ich es für complete waste of time halte. Jedenfalls in meinem Fall. Aus meinen (noch vorhandenen) Haaren kann man nichts anständiges machen. Höchstens einen neuen Trend kreieren. VONIHILA. Vorne nichts hinten lang. Aber ich bezweifle, daß sich das durchsetzen würde. Dabei könnten Friseure/innen in mir eine echte Herausforderung sehen. Aber so jemanden habe ich noch nicht gefunden. Wenn man sich per Internet die Haare schneiden lassen könnte, ich würds machen.

Kuckuck

Kater am 20. Februar 2007 um 20:40

rufts aus dem Wald